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Guten Morgen, liebe LeserInnen,
welch wunderschöner Tag! Bei strahlendem Dezemberhimmel pfeift ein Windchen um die Ecke und verschafft mit seinem Konzert eine große Freude in mir. Wie unterschiedlich wir allein solche Stimmungen beurteilen, zeigt das Verhalten meiner Freundin P., bei der ich gerade wohne.   Sie mag den Wind überhaupt nicht, wünscht ihn weg, während ich in ihm schwelge.
Sich trotz solcher Wahrnehmungsschwankungen  eins zu fühlen, ist eine Kunst für sich. Wie leicht lassen wir uns verunsichern durch andere, trauen unseren eigenen Gefühlen nicht über den Weg, verwerfen sie und passen uns dem "mainstream" an. Dabei geht es darum, zu uns zu stehen, das, was in uns zum Vorschein kommt, zu akzeptieren und gutzuheissen. Das sind nicht immer nur positive Gefühle. Manchmal sind sie ganz schön negativ,  setzen uns zu, bringen uns in Verzweiflung. Wenn wir wissen, dass alles einen Sinn hat, wenn wir wissen, dass die Schatten angeschaut werden wollen, damit sie sich auflösen können, werden wir auch sie mit Wohlwollen begrüßen, sie annehmen und uns mit ihnen beschäftigen. Wie oft geschieht es, dass ein Gefühl, das wir schon viele Male bearbeitet hatten und das auch aufgelöst zu sein schien, sich doch wieder meldet mit einer Vehemenz, die uns zu schaffen macht. Warum ist das so? Warum können wir nicht einfach in Freude wachsen? Müssen wir in die Verzweiflung gehen? Immer wieder?
Eine meiner Freundinnen ärgert sich oft über mich, und zwar immer dann, wenn ich ins Schwärmen komme über mein paradiesisches Leben. Meistens bin ich so glücklich, fühle mich rundherum getragen und geliebt, dass es in mir jubelt und jauchzt. In solchen Momenten tanze ich durchs Leben, strahle und drücke auch verbal aus, was da in mir geschieht. Meine Freundin M. tut sich schwer mit der Akzeptanz dieser Gefühle, weil für sie das Leben mit Leid verbunden ist. Sie stöhnt und seufzt häufig, was wiederum mich nervt. Für sie bin ich authentischer, wenn ich mich menschlicher zeige, wie sie sagt. D.h.mit all meinem Leid, die Freude sollte als seltenes Geschenk  genommen werden und nicht als Grundstimmung! Hoi, das stimmt für mich gar nicht!

In meinen Vorträgen erkläre ich häufig, dass ich in der kosmischen Ebene lebe und aus ihr heraus agiere, nach den kosmischen Gesetzen sozusagen. Dabei deute ich mit meiner rechten Hand in einer Bewegung nach oben an, wie sich mein Leben aus einer höheren Sicht gestaltet. Aus der Einheit heraus, was ich als Kosmos bezeichne, fühlt sich alles als richtig und gut an. Es braucht keine schmerzvollen Gefühle, keine Unglücksmomente, die in unserem irdischen Dasein oft genug auftreten. Aus den irdischen Qualen herauszutreten, hat nicht mit Verdrängung zu tun, nicht mit Übertünchen sondern einfach mit der Erkenntnis, dass die Einheit keine Mängel, keine Fehler kennt. In der Einheit ist alles gut, wie es ist. Störungen lösen sich auf, wenn wir bereit sind, auch sie als Geschenke zu sehen, als Geschenke, die uns geschickt werden, damit wir alte Muster auflösen und Neues ausprobieren können.
In dem gestrigen Fernsehfilm – einem Fantasy oder Märchenfilm-  tauchte dieses Thema auf. Ein 20jähriges Mädchen, das mit einem Fluch belegt war und ein auffälliges Merkmal im Gesicht trug, das die Männer abschreckte, konnte nur erlöst werden, wenn sie einen Mann fände, der sie aus vollem Herzen liebte. Alles wurde ausprobiert, um so einen zu finden, jedoch ohne Erfolg. Erst als das Mädchen anfing, ihr Handicap zu akzeptieren, sich selber totz ihrer großen Nase zu lieben, wurde sie von ihrem Leid befreit und fand schließlich einen Partner.
Sagen wir ja zu uns, zu unseren Situationen, unseren Aufgaben, unseren Fehlern und Mängeln. So wie wir sind, sind wir wunderbar und gewollt. Wir müssen uns nicht vergleichen, nicht anstrengen, nicht konkurrieren, dürfen durch das Leben tanzen in Liebe und Freude.
  
So eine schöne Botschaft sende ich euch im Dezember 2011

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,
in letzter Zeit häufen sich die Anfragen bei mir über die Machbarkeit eines Lebens ohne Geld. Finanzkrisen, Staatsverschuldung und andere Schlagwörter zu diesem Thema lassen die Menschen aufhorchen, nachdenken, nach neuen Wegen suchen. Was noch vor ein paar Monaten von vielen  als absurd angesehen wurde, nämlich der Ausbruch aus den bestehenden Strukturen in eine Welt ohne Geld rückt nun näher in den Gesichtskreis oder die Bewusstheit.
Allerdings erscheint die Umsetzung einer neuen Struktur als außerordentlich schwierig. Wie kann es für den Einzelnen gehen, aus dem Bestehenden auszusteigen, um sich in dem Neuen einzufinden? Da die Zeiten vorbei sind, in denen eine Idee mit bestimmten Regeln nachvollzogen wurde mit genauer Vorgabe, welches der erste, zweite, dritte Schritt sein sollte, geht es heute darum in diesem Text, doch eine Hilfestellung für die eigene Weiterentwicklung anzubieten. Die „gib und nimm“ Bewegung dient dafür als Vorgabe. Der bunte Aufkleber, der als Zeichen für eine neue Zeit herhält, soll an dieser Stelle noch einmal in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Aufschrift „gib und nimm“ bedeutet keineswegs oder nicht mehr „gibst du mir, gebe ich dir“. Aus der horizontalen Bewegung  -von mir zu dir- ist eine allumfassende geworden. Ich selber bin die Kontrolleurin meines Tuns. Ich selber fühle und entscheide, ob das Geben und Nehmen im Fluss ist. Es gibt kein Abrechnen, keine Spekulation hinter meinem Handeln, nur das Gefühl, das mich trägt und mir bestätigt, dass der Lebensfluss in Gang ist. Da das Geben und Nehmen (Empfangen) dem männlichen und dem weiblichen Prinzip zugeordnet werden kann, ist es mir wichtig, beide Pole zu benennen. Das Nehmen muss genauso gelernt werden wie das Geben, soll eine Einheit hergestellt werden.
Die Spirale auf dem Aufkleber ist zusätzlich als Zeichen für das weibliche Prinzip gedacht, wurde sie doch in matriachalen Gesellschaften als wichtiges Symbol  verwendet. Da in den letzten Jahrhunderten das männliche Prinzip in den westlichen Gesellschaften  Oberhand hatte – eine zielgerichtete Struktur, die überwiegend den Profit als Grundlage ansah- soll  nun die Ergänzung  durch das mütterliche, liebevolle ,verbindende Prinzip bewirkt werden.

Die Farben stehen für vier unterschiedliche Herangehensweisen in unserem Tun:
Grün für den Weg nach Innen, das Herausfinden darüber, wie ich wirklich leben möchte, was mir wirklich wichtig ist, was ich wirklich brauche. – Vom Ich zum Ich!
Gelb steht für die Auseinandersetzung mit den anderen. Welchen Spiegel halten sie mir vor? Was kann ich durch sie lernen? – Vom Ich zum Du!- Rot steht für das Miteinander. Was kann das Individuum für die Gesellschaft tun, wo sich einbringen?- Vom Ich zum Wir! – Blau steht für die Verbindung zum Universum. Wenn wir wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind, dass wir alle aus einer Quelle stammen, der göttlichen, können wir aufhören, gegeneinander zu kämpfen, können beginnen, uns gegenseitig wohlwollend zu unterstützen. – Vom Ich zum Ganzen! –

Die Benutzung des Aufklebers – egal an welcher Stelle- steht zunächst für den Wunsch nach einer besseren Welt, in der die Menschen in Würde und Reichtum leben können. Für alle ist genug da bei entsprechender Herangehensweise. Was heißt das konkret für den Einzelnen, der  das jetzige System nicht länger unterstützen möchte? Welche Schritte bieten sich an? Doch wohl nicht die Aufgabe seines gesamten Besitzes, seiner Wohnung, oder persönlicher Werte? Keineswegs, schließlich geht es nicht um die Kopie eines Weges sondern  ums Herausfindens des eigenen Weges. Das allerdings ist die Voraussetzung für ein neues Leben. Jeder Mensch ist dazu aufgerufen, herauszufinden, wie er leben möchte, was ihm wichtig ist.
Letztendlich steht die Bewusstseinserweiterung an erster Stelle!

Da konkrete Handlungen hier benannt werden sollten, noch ein paar Hinweise
dazu:
Beim Einkaufen gibt es Vorüberlegungen- vielleicht einen Zettel, der strikt befolgt wird, damit Frustkäufe oder verschwenderische, überflüssige Ausgaben vermieden werden können. Es geht nicht um Geiz sondern um Erkenntnisse, die uns dazu bringen, durch weniger Geldausgaben in mehr Freiheit zu wachsen. Denn je weniger Geld ich brauche, desto freier werde ich.
Wenn etwas Neues dazu kommt, wird etwas Altes weggegeben.
Eine „gib und nimm“ Kiste wird in jedem Haushalt eingeführt. Dort werden Dinge hineingetan, die überflüssig geworden sind, aber gut erhalten. Jede Besucherin kann sich bedienen.
Nachbarn kochen zusammen, teilen sich Fahrrad oder Auto, veranstalten gemeinsame Abende, bieten sich gegenseitige Dienstleistungen an, öffnen ihre Herzen füreinander.
Mietzahlungen lassen sich vermeiden durch Hilfsangebote (Hausmeister, Gesellschafterin, Gärtner) in großen Häusern, in denen viel Platz für Mitbewohner ist.
Medizinische Eingriffe und Beschaffung von Medikamenten können verhindert werden durch unsere Selbstheilungskräfte.
Es geht um ein Umdenken auf ganzer Linie, um neue Werte, die in alle Belange reichen! Der Kreativität für eine neue Herangehensweise sind keine Grenzen gesetzt.
In diesem Sinne grüßt Heidemarie im Oktober 2011

 

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Liebe Leserinnen und Leser,
Jetzt sind wir mitten drin im Sommer! Auf dem Kalender! Und wie sieht es in der  Natur aus? Ein Tag zeigt das Barometer 35 an, am nächsten noch nicht einmal 20. Ich kann mich nicht erinnern, dass es solche grossen Schwankungen von einem Tag auf den nächsten, manchmal sogar von einer Stunde auf die nächste, schon mal gegeben hat. Ob das wohl  etwas mit den vorausgesagten Klimaverschiebungen zu tun hat? Sollen wir üben, in jeder Beziehung zu nehmen, was kommt, ohne mit der Wimper zu zucken oder kritisch sein wie eine meiner Freundinnen, die mir jedesmal erzählt, dass die Regenmacher schon wieder am Werk waren. Die Streifen am Himmel sprechen eine deutliche Sprache, meint sie, die Wolken würden sich auf Geheiss bilden und so das Klima verändern. Was ich davon halten soll, weiss ich nicht so recht. Ich würde mich über gleichbleibende sommerliche Temperaturen einfach freuen…

Und sonst? Was gibt es zu berichten? Die Tage zwischen dem 5.7.11 und dem 9.7.11 seien ganz besonders erwähnenswert, hiess es vor ein paar Tagen in einer an mich gerichteten Mail. Pluto und Jupiter befänden sich in einer besonderen Konstellation zueinander. Die Menschen sollten ihre Visionen noch mehr klären und in den Kosmos schicken. Die jetzigen Schwingungen würden ein Übriges tun, um unsere Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen.
Oder die Mails, in denen ich aufgefordert werde, in bestimmten Gruppen mitzumachen, um dadurch in der Welt Veränderungen zu erzielen, Unterschriften für Petitionen zu leisten, Mails weiterzuschicken an alle Freunde, um schneller etwas zu bewirken. Welche Macht hat das Internet?
Können wir mit ihm Revolutionen starten? Bilder  aus Argentinien, Ägypten oder Spanien sprechen davon. Im Zeitalter der Information bleibt nichts mehr verborgen, alles wird aufgedeckt, wie einige der Skandale aus jüngster Zeit beweisen. Bringt das uns im Einzelnen auch weiter? Haben wir Chancen, unsere eigene Entwicklung damit zu beeinflussen oder ist das gar nicht wichtig?

Wie entstehen die Energien, und was bewirken sie? Warum springe ich heute Morgen voller Schwung durch die Gegend, singe und lache ohne Grund, einfach so. Ist mein Biorhythmus dafür verantwortlich- d.h. geht die Kurve nach oben- oder  ist es der Engelbesuch, der mich zur Zeit beglückt?
Obwohl meine kritische Tochter mich warnte, diese Tatsache an die große Glocke zu hängen, wollte ich nicht von meinen Kritikern noch mehr belächelt werden, kann ich nicht umhin, an dieser Stelle davon zu berichten. Ein Freund  fragte mich, ob er mir für die Dauer von fünf Tagen die Engel schicken dürfe. Ich könne meine drei wichtigsten Wünsche aufschreiben, in einen Umschlag tun, einen Apfel drauflegen und abwarten, was kommt. Die Engel würden alles tun, um diese Wünsche zu erfüllen.
Obwohl ich mich ständig von Engeln begleitet fühle, auch meine Wünsche erfüllt bekomme, nahm ich dieses Angebot als besondere Situation an. Ich bereitete alles für die Ankunft der Engel vor, hiess sie willkommen und spüre eine Leichtigkeit in mir, die in der letzten Zeit etwas abhanden gekommen war. Diese Leichtigkeit hatte ich vor 20 Jahren ganz stark empfunden, als ich die Engel entdeckte und mit ihnen zu arbeiten begann.
Die Leichtigkeit ist gekoppelt an eine große Freude, die im Körper auf und ab schwingt, alle Organe mit Kraft versorgt und Lebenselexier zu erzeugen scheint. Auf alle Fälle etwas für mich Unerklärliches, ein kraftvolles Gefühl, das mich auffordert, abzugeben, andere mit einzubeziehen in dieses Glück!

Ein Buchgeschenk einer Freundin handelt von Anastasia, einer jungen Frau, die in der russischen Taiga lebt und von ihrem Standort aus die Welt mit Informationen versorgt. In einem Kapitel wird beschrieben, wie sie ungeduldig mit dem Fuss aufstampft, um “von Gott” eine Information zu erhalten, nämlich darüber, was sie noch tun könne, um den Menschen effektiver bei ihrer Entwicklung zu  helfen. Es wird berichtet, wie die Menschen das alte Wissen in sich wieder entfachen können, das sie befähigt, die brachliegenden 90% ihres Gehirns zu aktivieren und die Schöpferkraft in sich selbst zu spüren und anzuwenden. Diese Lektüre beseelt mich, weist sie doch auf Punkte hin, mit denen ich mich schon so lange herumschlage: Was können wir gemeinsam tun, um in unsere Kräfte hineinzuwachsen und für die Welt Erleichterung zu schaffen, Hunger und Armut zu überwinden und in Frieden ein neues Miteinander zu schaffen.
Welche Freude und Hoffnung breitet sich aus. Mosaiksteinchen für Steinchen fügt sich zusammen und bringt die Seele zum Jubeln.

Einen wunderschönen Sommer – egal bei welchem Wetter - wünscht Heidemarie im Juli 2011

 

Liebe Leser und Leserinnen,

Wenn ich im Vertrauen lebe, bekomme ich alles, was ich brauche! So lebe ich, das trägt und hält mich und bringt mich voran. Es ist eine neue Frequenz, schwer beschreib- oder erklärbar. Darum  gibt es  manchmal Unstimmigkeiten und Verurteilungen. Da ich mir jegliche Form von Rechtfertigung jetzt und in Zukunft erspare,  lebe ich halt auch mit der einen oder anderen Verurteilung!

Überwiegend jedoch ist mein Leben leicht und unbeschwert und weist  einen Lebensstil auf, den ich mir für alle in Zukunft vorstelle: Jeder Mensch lebt genau das, was er schon immer wollte, was ihn bewegt und vorantreibt. Er ist in Freude, in Bewegung und Schwung, weil da wieder etwas auf ihn zukommt, was auch für andere einen Gewinn darstellt. Das wird uns in Zukunft am meisten beschäftigen: die Punkte zu sehen, in denen wir mit anderen gemeinsame Sache machen!

Gestern rief mich eine Freundin an. Mit ihr kann ich mich gut austauschen, ihr auch die kleinen Schritte  erklären und fühle mich von ihr rundherum verstanden. Gegenseitig schildern wir uns unsere jeweils zuletzt gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse, und es bereitet großen Spaß, Parallelen zu entdecken und aus unseren Erfahrungen die gesammelten Erkenntnisse miteinander zu vergleichen. Es gibt keinerlei Konkurrenz oder Besserwisserei trotz unseres großen Altersunterschieds. Für mich bedeutet dieser Austausch einfach Klärung, genaues Hinschauen und dabei etwas Zurechtrücken.Gestern las ich ihr am Telefon eine kleine Geschichte vor, die aus einem Buch einer amerikanischen Wissenschaftlerin stammt. Es geht darin um die Transformation einer Raupe in einen Schmetterling. Norie Huddle schildert in ihrem Buch „Butterfly- a tiny tale of a great transformation”, wie beim Einspinnen in einen Kokon Zellen entstehen, die von den alten Zellen als Feinde empfunden werden, weil sie auf einer anderen Frequenz schwingen.Diese neuen Zellen – von den Wissenschaftlern Imago Zellen genannt- die zu Beginn von den alten Zellen vernichtet werden, vermehren sich jedoch unaufhaltsam! Bald sind es so viele, die auf einer ähnlichen Frequenz schwingen und sich zusammenschließen, Informationen weitergeben und sich gegenseitig bereichern, dass die alten Zellen nicht mehr gegen sie ankommen. Sie bilden Gruppen, die plötzlich merken, dass sie etwas Neues darstellen, eine Aufgabe haben, und sie beginnen, den alten Raupenkörper von innen zu transformieren. Die Geburt des Schmetterlings beginnt, und jede Schmetterlingszelle übernimmt ihre eigene Aufgabe! Für jede der neuen Zellen ist etwas zu tun, alle sind wichtig. Und alle anderen Zellen unterstützen sie darin, genau das zu tun. Das ist ein perfekter Weg, eine Schmetterlingsbewegung aufzubauen...… so steht es in dem Text, und meine Freundin ist begeistert.„Das ist genau der Text, der mir gerade gefehlt hat,“ ruft sie ins Telefon.“Du weißt ja, dass der Schmetterling das Symbol für die violette Partei ist, bei denen ich  mitmache. Und sie brauchen ein paar Hinweise, um aus den momentanen Schwierigkeiten aussteigen zu können. Und für mein eigenes Leben passt es auch – immer die Schwierigkeiten zu Beginn einer neuen Herangehensweise, das Gefühl von allen Seiten bekämpft zu werden und dann plötzlich den Lebensfluss zu spüren. Grandios, wie wieder alles passt. Und dass es wieder einmal die Wissenschaftler sind, die ihre Beobachtungen aus der Natur begründen können.“ Wir beide schwärmen – wie so oft-  über diese Informationen. 

Ich selber gehe noch weiter in das Thema und denke: genau das sind meine Worte, wir müssen uns nicht mehr bekämpfen, uns nicht gegenseitig vernichten. Wir können uns zusammentun und miteinander eine schöne neue Welt aufbauen. Eine Welt, in der es für alle genug zu essen gibt, jeder, der will, ein Dach über dem Kopf hat, genügend Kleidung und alles, was nötig ist. Wir unterstützen uns gegenseitig, tragen Informationen weiter und freuen uns über die Blütenpracht auf unseren Wegen. Und mit unserm Tun, dem Flattern von Blüte zu Blüte, erhalten wir die Wunder der Natur!
Unser Beitrag bereichert alle, und wir können die Beiträge der anderen schätzen und uns gemeinsam freuen. Feste feiern, miteinander singen und tanzen, das ist jetzt angesagt. In die Freude gehen und die Schatten ins Licht holen, sie annehmen und auflösen, um die neue Leichtigkeit wirklich leben zu können. Was für ein Frühling -

schwärmt Heidemarie Schwermer im April  2011

 

Liebe Leser und Leserinnen,
ein Jahr geht zu Ende- ein sehr bewegtes Jahr- für mich jedenfalls!
War ich zu Beginn des Jahres ein wenig ratlos gewesen, weil meine Pläne
sich nicht verwirklichen liessen, weil ich mir etwas Neues ausdenken
musste und gar nicht wusste, was dieses Neue hätte sein sollen, so bin
ich doch erstaunt, wie sich alles ergeben hat. Einfach so, ohne Komplikationen.
Eine Einladung reihte sich an die andere, ein Vortrag löste den nächsten
ab, und ich hatte genügend zu tun.

Höhepunkt des Jahres war wohl die Weltpremiere für den Film "living
without money" am 26.11.10 in Oslo. Immerhin wurde an dem Film lange
gearbeitet. Erst mit Ulrike Korbach aus Dortmund, die mich einige Jahre
filmisch begleitete und ihr ganzes Material  an Line Halverson und Paolo
Pallavidino verkaufte, die dann nochmals zwei Jahre meine persönlichen
Erlebnisse festhielten. Dazu möchte ich bemerken, dass ich die
Filmemacher keineswegs um ihre Aufgabe beneidete. Ich bin nämlich keine gute
"Schauspielerin", erledigte meinen job nicht gerade euphorisch und sah
ihn oftmals als Pflichtübung an. Im Gegensatz zu den negativen Stimmen aus
dem Internet, die ''die Schwermer schon mal als mediengeil" bezeichneten, tue
ich mich immer noch nach so vielen Erfahrungen schwer mit den Medien,
besonders wenn eine Kamera dabei ist. Wie glücklich war ich, als endlich
alles im Kasten war, die letzten Bilder eingefangen und zur Weiterverarbeitung bereit standen. Hatte ich an dem Ergebnis nach der Sicht des rough cuts zunächst einige Bedenken, weil ich das Gefühl hatte, meine wichtigsten Botschaften seien nicht dabei, beruhigte ich mich wieder und nahm alles so an, wie es war. Meine Reise nach Oslo und die dortigen Erfahrungen brachten mich ein
Stück weiter auf dem Weg der Bewusstseinserweiterung, der für mich das A und O meines jetzigen Lebens darstellt. Ich bin davon überzeugt, dass alles,
was mir begegnet, eine Rolle spielt, nichts geschieht einfach so und zufällig
sondern macht Sinn, wenn ich genau hinschaue.
In Oslo gab es mal wieder eine Lektion für Bescheidenheit. Dazu möchte
ich erläutern, dass mein Name Heidemarie von Adelheid kommt, was die Stolze
bedeutet. Den Stolz, den ich manchmal mit Hochmut gleichsetze, zu
bekämpfen, ihn zu überwinden, zählt zu meinen Hauptaufgaben in diesem
Leben. Wie oft wurde ich konfrontiert mit Situationen, die mich vor
Stolz beinahe platzen liessen. Da erinnere ich mich, wie meine Tochter mir mal
als Achtjährige nahebrachte: Ich würde nicht zu stolz auf meine Kinder sein! Sie waren so schön, so klug, so einsichtig. Das änderte sich total,
als sie ihren Ausstieg aus der Gesellschaft nahmen...
Gut, dieses Drama haben wir wunderbar gelöst. Wir alle sind daran
gewachsen. Auch die anderen Situationen nahm ich an und behandelte sie
so gut es ging.
Als ich in Oslo ins Kino kam und überall das Plakat von mir wahrnahm,
das mir so gut gefällt, dann unter den Zuschauern sass, um mit ihnen die
eingefangenen Szenen aus meinem Leben zu betrachten, breitete sich eine
große Freude in mir aus - oder war es etwa dieser Stolz, den ich nicht
mehr wollte?
Mir kam die Friedenspreisverleihung vor genau zwei Jahren in Florenz in
den Sinn. Auch da hatte ich mich zusammengenommen und meinen Stolz
bezähmt.
Inzwischen habe ich für mich erkannt, dass aus dem Stolz, der in
negativer Form sich über andere erhebt und sich mit anderen in Konkurrenz stellt,
eine Freude geworden ist, die mit positiver Ausstrahlung einhergeht und
die Welt ein bisschen besser macht. Meine Freude zu geniessen über die
Dinge, die mir vom Leben geschenkt werden und die anzunehmen ich
inzwischen gelernt habe, fühlt sich wunderbar an.

Eine andere wichtige Sache in diesem Jahr war der Eintritt in facebook für
mich. Es gibt schon so viele fb- Freunde und endlich eine Möglichkeit,
Texte und Situationen mit anderen zu teilen. Auch hier sehe ich eher das
Positive, weil diese Plattform mir zeigt, wie unwichtig Altersunterschiede
oder andere Merkmale sind und wie einfach Verständigung gehen kann.

Die Konferenzschaltung am 17.Oktober mit den "moneyless guys" war auch ein
Höhepunkt in diesem Jahr. Zu wissen, dass es schon so viele Gleichgesinnte
gibt, die ihren Aus- oder besser Umstieg ebenso geplant und überdacht
haben wie ich, berührt und erfreut mich sehr. So kann ich sagen: Alles in
allem war es ein wunderbares, bewegtes Jahr für mich!

Für das neue Jahr wünsche ich das Allerbeste!
Heidemarie Schwermer im Dezember 2010

 

 

Liebe LeserInnen,

die Sonne tut ihr Bestes. Sie schenkt uns einen weiteren Sommertag
voller Wärme und Helligkeit. Grund genug, um voller Schwung und Dankbarkeit
das neue Tagwerk anzugehen!
Bei mir sieht das so aus, dass ich heute endlich mal wieder etwas Zeit
Für einen neuen Text habe. In den Wochen vorher geschah es doch schon oft,
dass ich gerade mal meine mails beantworten konnte und dann meinen
Platz verlassen musste. Das sind die kleinen Hindernisse bei meinem
Lebensstil, dass ich mich manchmal etwas einschränken muss, weil die Gegebenheiten eben so sind. Längst habe ich gelernt, mich anzupassen, ohne dabei
einen Mangel zu empfinden. Wenn dann die Gelegenheit mir neue Perspektiven
bietet so wie heute, ist die Freude gross. Nichts ist selbstverständlich
oder Routine, alles hat einen Zauber von Überraschung an sich, und das
wiederum beinhaltet eine grosse Freude am Sein. Es ist wie in den
Kindertagen, in denen nur der Augenblick zählte. Die Auflösung von
Erwartung und Forderung gehört zu der grössten Errungenschaft in meinem
jetzigen Leben. Und so lebe ich inzwischen das, was ich schon als Kind
in die Poesiealben schrieb: Erwarte nichts! Heute, das ist dein Leben!

Und jedes Heute sieht anders aus! Nehme ich mal das heutige: Teresas
Laptop steht in ihrer grossen Wohnung, die ich ganz allein zur Verfügung habe, weil Teresa ihrer Arbeit nachgeht und erst abends zurückkehrt.
Darauf freue ich mich schon, denn unsere Gespräche weisen trotz unseres
Altersunterschieds intensive Tiefe auf. Der ganze Tag steht mir zur
alleinigen Verfügung, ohne Aufgaben oder Verpflichtungen - in der
"alten Welt" wäre das ein Urlaubstag, in meiner Welt eine neue Form des Seins
In Eigenverantwortung und Selbstbestimmung.

Nach dem Schreiben werde ich in den Generations Garten gehen, der vor
einem Jahr von einer Gruppe Menschen gegründet wurde, die ihre gesunde
Kost in einer Art "Subsistenzwirtschaft" gemeinsam erarbeiten. Ich werde die frischen Kartoffeln und den Salat ernten für unser Abendessen. Ich dürfte das einfach so tun als Teresas Gast- sie gehört auch dieser Gruppe an. Ich habe aber für mich beschlossen, mindestens eine Stunde im Garten zu arbeiten, um meine Freude über diese Möglichkeit der Ernte kundzutun. So viel Frische erlebe ich nicht so oft bei meiner Ernährung.

Teresas Wohnung befindet sich in der Nähe von St.Pölten, das wiederum
nah bei Wien liegt. Alle viertel Stunde gibt die Kirchturmuhr lautstark die
Zeit an, ansonsten umgibt mich Stille, ein Geschenk, das ich sehr zu
schätzen weiss. Der Gang zum Generations Garten und zurück deckt den
täglichen Spaziergang, der mir wichtig für die Bewegung und die
Sauerstoffaufladung ist. Bücher in englischer, spanischer und deutscher
Sprache mit den unterschiedlichsten Themen laden mich ein, zu stöbern...

Eine Gruppe junger KünstlerInnen hatte mich nach St. Pölten eingeladen. Sie wollten mich bei ihrem alljährlichem Festival dabei haben, als Impulsgeberin sozusagen. Zwei Monate zuvor war ich als Impulsgeberin von einer anderen Gruppe in St. Pölten eingeladen, eine erstaunliche Tatsache, zumal sich beide Gruppen nicht kannten und ich sie zusammenführen konnte, Vernetzung auf ganzer Linie sozusagen.

Die Einladungen erfolgen inzwischen aus so unterschiedlichen Ecken, von
so unterschiedlichen Interessengruppen, dass ich voller Staunen bin.
Auch die Mails für Anfragen oder Stellungnahmen, für Kritik oder Bestätigung geben mir Zuversicht, dass immer mehr Menschen sich Gedanken darüber machen, dass es eine neue Herangehensweise in der Welt braucht!

Aber wie soll die aussehen? " Am besten du fängst in einem Ort mit
deiner Idee an, in dem es viele Bedürftige gibt, Asylanten z.B.", rät
mir eine Bekannte.
Nein, denke ich, für mich geht es nicht mehr darum, ein Modell zu installieren,zu beweisen und überzeugen,voranzutreiben und zu machen, sondern vielmehr meine Idee in die Welt zu geben zur freien Verfügung. Ich habe losgelassen und freue mich einfach über Gemeinsamkeiten, über Vernetzungen, über Offensein für andere, über ein Miteinander, über Austausch. Damit schätze ich die "weibliche"
Energie - das Empfangende, Geschehenlassende -als Ergänzung zur kopflastigen Ausführung und Umsetzung der eigenen Ideen, was normalerweise zu Konkurrenz und Gegeneinander führt.
Jeder Mensch trägt bei zu einer bunten Vielfalt als Rädchen im Getriebe und soll geschätzt und beachtet werden!

                    Diese Gedanken habe ich im August 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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